Geschichte

Teil 1

1768 entstehen die ersten Vorläufer-Gruppen in der Schweiz, bevor am 6. Juni 1844 der erste Cevi (bzw. YMCA = The Young Men's Christian Association) von George Williams in London gegründet wird. Die erste Cevi-Gruppe der Schweiz gründet Henry Dunant 1852. In der Folge führt die Gründung des Weltbundes zu Kontakten zwischen Gruppen in der Schweiz und anderen Ländern. (Quelle Wikipedia)

Am 16. August 1853 hatten sechs nicht mehr ganz junge Männer aus St.Gallen eine Idee. Am 13 Dezember eben diesen Jahres gründeten sie daraufhin den Evangelischen- Jünglings und Männerverein St.Gallen. Der damalige Name positionierte den Verein nahe der evangelischen Landeskirche, blieb aber unabhängig von ihr.

1855 fand in Paris die Versammlung des CVJM Weltbundes in Paris statt, an welcher der St.Galler Ableger leider nicht teilnehmen konnte, weil sie nicht beizeiten dort angekommen wären.

Die Privatstuben wurden zu klein für die Versammlungen, deswegen fand man 1856 einen ersten geeigneten Raum im Kloster St.Katharinen in St.Gallen. Schon begangen die Vereinsausagebn 17.80Fr.- für Licht im Versammlungsraum.

1857 drifteten verschiedene geistliche Strömungen im Verein auseinander, welche 1865 wieder rückgängig gemacht werden konnten. 1862 fragte man sich ob man überhaupt noch Protokolle schreiben sollten, gleichzeitig herrschten Auflösungstendenzen für den gesamten Verein, welche aber abgewendet wurden.

1870 war St.Gallen noch eine kleine Stadt. Lachen, St.Fiden, Bruggen und St.Georgen gehörten noch nicht dazu und waren eigenständige Dörfer. Der damalige Vereinspräsident Otto Rietmeier zügelte nach Bruggen wo er die damalige Textilfabrik seiner Familie mitzuleiten hatte. Es gab zwar eine Zugverbindung bis nach St.Gallen und auch nach Bruggen aber sie war nicht genug ausgebaut um das Präsidium auszuführen, Rietmeier tratt daraufhin zurück. Sein soziales Engagement liess er in seiner Firma zum tragen kommen: Er gründete eine Arbeiter-Krankenkasse.

Im Jahre 1884 stellte man fest, dass das erste Vereinslokal zu klein geworden war, man konnte daraufhin einen grösseren Raum dort mieten, welcher nicht mehr mit einer Kleinkinderschule geteilt werden musste.

Das soziale Engagement des Vereins führte 1888 an der Gallusstrasse zur Gründung einer Herberge zur Heimat.

Heimatsherbergen wurden dazumal in den Städten von christl. Organisationen gegründet als Ersatz für die verschwunden Zunftherbergen und als Gegenmittel zur Bettelei durch ungelernte Arbeiter in Zeiten der Kriese und Landflucht. Gleich neben dem Hotel Vadian, besteht die Herberge noch Heute als Wohnheim.

Neben dem sozialen Aktivitäten 1890 bestand auch das zweite Ziel, die Mission: Man wollte sich im glauben weiterentwickeln und andere Jünglinge und Männer zur Mitgliedschaft im Verein gewinnen. das Programm war demzufolge auf die Mission ausgerichtet:

  • Vorlesungen des protokolls der letzten Vereinsstunde
  • Gesang
  • Gebet
  • Mitteilungen
  • Bibelbetrachtungen
  • Gemeinsame Aussprache

Dem neuen Präseidenten Van Flotten gefiel die Ausrichtung und einiges im Verein nicht sonderlich. Er brachte seine internationale Erfahrungen ein, änderte die Statuten und suchte nach einem neuen und grösseren Vereinslokal.

Die Änderungen der Statuten führten zu einem neuen Namen, neu hiess er nicht mehr Evangelische - Jünglings und Männerverein sondern Christlicher Verein Junger Männer.

In der Lokalfrage ging es 1897 vorwärts. Im ersten Stock der Magnihalden 7 bezog man ein Wohnung, der Verein verfügte nun über ein eigenes Sekretariat mit Vereinsräumen. Seit 1911 befindet sich in diesem Haus, das mittlerweile vollständig ersetzt wurde, das Kino Storchen.

Die Jahrhundertwende in der Stadt St.Gallen:

  • Die Stickerei -Industrie verhalf St.Gallen zur Blüte, die Stickereiprodukte wurden zum entscheidensten Schweizer exportgut.
  • Wegen der Arbeitsplätze stieg die Einwohnerzahl um 1850 wohnten 11'200 Personen in St.Gallen, zur Stickereizeit waren es schon 37'900.
  • Die Stadt wurde reich und konnte sich verschiedene Sachen leisten. Die Wasserversorung der Stadt wurde 1895 vollendet und als sichtbares Zeichen der Stadt der Broderbrunnen errichtet.
  • Eine Trambahn wurde aufgegleist und fuhr 1897 unter anderem durch die Goliathgasse am damaligen Sekretatirat vorbei
  • 1906 nahm das Volksbad den Betrieb auf, nach Winterthur das zweite Hallenschwimmbad der Schweiz
  • Auch der Kanton konnte profitieren und eröffnete 1899 die Handelsakademie, spätere HHS, HSG, heutige Universität.

Die Jahrhundertwende im Verein:

  • 1900 wurde Traugott Lutz als 1. Sekretär des vereinsgewählt
  • 1901 fand der erste Basar statt und war mit einem Gewinn von 6340.70 Franken ein riesiger Erfolg. Auch wenn man daran denkt, dass damaliges Geld viel mehr Wert hatte Kleine Anmerkung vom Verfassers ca. um den faktor 10, das wären heututage knapp 60'000 Franken gewesen)
  • Ab 1900 erschien monatlich ein Mitteilungsblatt welches aber wegen finanziellen Problemen 1926 in die Schweizerische Publikation integriert wurde.
  • 1903 feierte der verein das 50 Jahr Jubiläum